Altenpflege
Die demografische Entwicklung und der zunehmende medizinische Fortschritt in Deutschland tragen dazu bei, dass der Anteil der alten Menschen an der Bevölkerung stetig zunimmt. Der Altenpflege wird somit gezwungenermaßen eine immer größere Aufmerksamkeit zuteil. An das Pflegepersonal werden immer höhere Anforderungen gestellt, da die Altenpflege mit dem Einsatz komplizierter technischer Hilfsmittel verbunden ist. Somit entstehen ein steigender Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften und zunehmend finanzielle Kosten für die Pflegebedürftigen selbst, den Staat, aber auch für die Angehörigen, die ihre Eltern bei Pflegebedürftigkeit unterstützen.
Der Pflegekraftmangel resultiert zum einem daraus, dass immer mehr alte Menschen pflegebedürftig werden, aber auch daraus, dass die durchschnittliche Verweildauer in diesem Beruf nicht länger als fünf Jahre ist. Der Hauptgrund für den Berufsausstieg aus der Altenpflege ist nicht, wie man vermutet, die körperlich anstrengende Arbeit, sondern die seelische Belastung des Pflegepersonals. Ein oft genannter Grund dafür ist der große Spalt zwischen dem eigentlichen Anspruch des Pflegebedürftigen und der tatsächlich möglichen Pflege.
In den kommenden Jahren wird das Thema rund um Rente, Vergreisung der Bevölkerung, Bereitstellung einer ausreichenden Pflege der Alten und Finanzierung der Leistungen dem Staat und den Betroffenen Kopfschmerzen bereiten. Fakt ist, dass der Staat sich mit dem durchaus schwierigen Thema der demografischen Entwicklung und der Pflege der Alten intensiv beschäftigen muss. Er darf nicht die ganze Verantwortung in die Hände der Angehörigen legen und sich somit versuchen aus der Schusslinie zu bringen.
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